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Tagebuch

 
 
 

Ägypten 2008 vom  02.10.2008 bis 09.10.2008

 

Die diesjährige Vereinsausfahrt Ägypten führte nach Marsa Alam ins Hotel Sharms Alam Resort.

Do, 02.10.2008

Am späten Vormittag traf  man sich am Flughafen Stuttgart. Der Check-In verlief ohne Probleme. Auch wenn der Mitarbeiter von CONDOR mit den verschiedenen Tickets seine liebe Mühe hatte.
Sicherheitskontrolle: Die einen mussten die Taucherlampen auspacken, bei den anderen war es wurscht, bei anderen wiederum wurden Diskussionen geführt, warum eine Lampe nicht zerlegt werden konnte. Danach begann der Urlaub. Doch auf dem Weg zum Boarding, da fehlte einer. Wir warteten und warteten, 5 Minuten, 10 Minuten usw. Tja der liebe letzte Gang vorm Einsteigen kann dauern. Verspäteter Start um 25 Minuten. Um 18.50 Uhr Landung in Marsa Alam. Mit 3 Reisenbussen (da 3 Reiseveranstalter) ging es zum Hotel. Dort fanden wir um 20:10 Uhr alle wieder zusammen. Nach einem schnellen und kalten Essen, um 21:45 Uhr, ging es anschließend ins Bett.

Fr, 03.10.2008

Am nächsten Morgen aufstehen, um 06.30 Uhr. Beim Frühstück ab 07.30 Uhr trafen sich Karin und Jan. Zwei Welten prallten aufeinander. Der eine mag es lieber  ruhig, die andere liebt die Unterhaltung.
Beim Eintreffen auf der Basis gab es erst mal einen Anschiss von Kerstin. Keiner von uns hatte gewusst, dass das Einchecken um 08.00 Uhr stattfindet. Egal, aber wieder fehlte der letzte Mann vom Flughafen. Diesmal war es der Tresor, der nicht aufgehen wollte. Nachdem die Formalitäten erledigt waren, ging es dann endlich aufs Boot.
Der 1. Tauchgang war ganz in Ordnung. Mal abgesehen vom starken Wind und entsprechendem Wellengang. Claudia entschied sich nach diesem TG den Fischen Gutes zu tun und ließ das Frühstück im Meer. Claudias Buddy Jan meinte nach Betrachtung der Sache: „Sag es doch gleich. Die Tauchgänge mit mir findest Du zum Ko....“ Tja, Jan hat wohl Erfahrung mit Claudia. Die Rückfahrt verlief stürmisch bei hohen Wellen, was mit den Worten „Der Kieskutscher hat die falsche Autobahn gewählt“ kommentiert wurde. Beim Dekobier renkte sich aber alles wieder ein.
Der weitere Abend erbrachte dann so manches Lustiges. So musste sich Thomas den Spruch anhören „Du gehst sofort ins Bett, sonst schepperts“. Als Thomas großzügig Süßigkeiten verteilte, war Karins Ausschnitt im Weg (1 Teil fiel versehentlich hinein). Mit den Worten „was ich reinstecke, ziehe ich auch wieder raus“ wollte er Karin zu Hilfe eilen. Die Schwerkraft hatte das Problem aber zwischenzeitlich erledigt. Das fehlende Teil kam unter dem Tisch zum Vorschein. So endete kurze Zeit später der 1.Tag in gemütlicher Atmosphäre.

Sa. 04.10.2008

Frühstück 07:30Uhr. Pünktlich 08:15 Uhr trafen wir uns an der Tauchbasis. Heute war der Bullbeisser richtig gut drauf. Allerdings war vorher ein wenig Süßholzraspeln notwendig. Der dann doch „ausgeprägten Schleimspur“ (Zitat Janko) musste keiner von uns ausweichen. Lohn der Arbeit, die 3 Nichttaucher durften Tags darauf auch mit aufs Boot. Claudia legte heute einen Ruhetag ein und Karin lag verhüllt am Strand.
Während der Oberflächenpause zwischen 2 schönen und ruhigen Tauchgängen fiel Thomas beim Betrachten von Schnappern, dann etwas Wichtiges ein. „Apropos Schnapper, ich muss mal aufs Klo“.
Nach unserer Rückkehr wurden noch die Nitrox-Flaschen für den folgenden Tag geprüft. Ein Prüfgerät war defekt, ein anderes musste her. Dies funktionierte reibungslos.
Beim Abendessen wurde dann über Druck und Ausgleich in einer Taucherbrille diskutiert bzw. dies erklärt und zum Zwecke der Verständnisses zeigt Thomas an den Nasenansatz, genau zwischen beide Augen und erklärte „Bei mir ist da ein Hohlraum“. Die folgenden Minuten brauchen nicht näher erläutert zu werden. Den Abend ließen wir gemütlich ausklingen. Allerdings sei noch erwähnt, dass 3 von uns noch Kontakt mit der örtlichen Beach Security hatten. Denn diese 3 läuteten glücklich am Strand Thomas Geburtstag ein. Die tiefe Security-Stimme fragte:“ Everything is ok?” Nun war guter Rat teuer. Aber Karin erwiderte freundlich: Everything is ok!“ Und alles war paletti.
Zu fortgerückter Stunde wurden Krabben beim Strandwandern beobachtet. Ein Versuch, diese zu Fangen scheiterte an ihrer Schnelligkeit und ihrem Rückzug ins Wasser.
Nur der nächste Morgen...

So, 05.10.2008

Thomas hatte Geburtstag. Er wurde 40 Jahre alt. Es ist anscheinend üblich, dass man an einem solchen Tag mit der Sonnenbrille zum Frühstück erscheint, oder etwa nicht .... Ursula, die Mutter von Thomas, hatte es fertig gebracht auf dem Hotelzimmer einen Geburtstagskuchen zu zaubern. Er war wirklich gut gelungen. Der Lehnstuhl von Thomas war  mit einem Luftballon (40) markiert und der Tisch hübsch dekoriert. So konnte der Tag stressfrei beginnen. Thomas durfte noch zahlreiche Glückwünsche und einen von der Hotelküche für ihn gebackenen Kuchen in Empfang nehmen. Danach ging es ab zum Tauchen.
Zum Glück für den einen oder anderen standen heute nur easy Tauchgänge auf dem Programm. Tauchzeitrekorde mussten keine gebrochen werden. Am Ende konnten wir Schildkröten und 1 Adlerrochen in unseren Logbüchern eintragen.
Auch die 3 Nichttaucher waren an Bord. Was wir unter Wasser allerdings nicht mitbekamen; Karl-Heinz hatte seine Medizin vergessen und musste mit dem Zodiak zurückgebracht werden. Ursula fuhr mit zurück und stand Todesängste aus, denn der Bootsführer musste schnell wieder zurück zum Schiff. Entsprechend rasant verlief die Fahrt. Die Gruppe verhielt sich den ganzen Tag über an Bord recht ruhig. Das Schiff hatte etwas von einem  Geisterschiff. Allerdings half der Ramazotti auf dem Rückweg wieder auf die Beine. Zurück an der Basis gab es zuerst ein Glas Sekt für alle. Thomas hatte eine große Pulle (Magnum) von Zuhause mitgebracht.
Beim Abendessen merkte man den Leuten die Strapazen des Tages an. Ja, so ein Geburtstag kann ganz schön anstrengend sein.Den Abend ließen wir im Beduinenzelt bei einer Shisha gemütlich ausklingen.

Mo, 06.10.2008

Zum Frühstück um 07:30 Uhr waren alle da. Es ging alles ruhig und gesittet zu, bis ...... Karin findet ihre Kaffeetasse nicht mehr und „sie irrt wie ein orientierungsloses Schaf“ durch den Speisesaal. Die Tasse stand übrigens am Käsebuffet. Janko stellte nun die Frage in den Raum – warum sagt der Mann zu seiner Frau Schatzi? – Auflösung: Er kann sich nicht zwischen Schaf und Ziege entscheiden.
Auch heute waren wir wieder Fische gucken. Es war einfach schön, im fast 30 Grad warmen Wasser den Fischen nachzuschauen. Beim Deko-Bier am Nachmittag schenkte Claudia ihrem Janko ein All- Inclusive Paket für Zuhause. Was daraus wurde bleibt abzuwarten ...
Karl-Heinz konnte es nicht sehen wie die Gärtner mit den Sträuchern und Bäumen umgehen. Eine Nagelschere reichte ihm völlig aus um einem Strauch ein neues Aussehen zu verpassen. Das Abendessen war heute nichts für Steffen. Er musste sich eiligst vom Tisch verabschieden und zur Ruhe begeben.
Zum Ausklang gab’s dann noch eine Shisha im Zelt.

Di, 07.10.2008

Thomas und Steffen waren schon früh auf den Beinen. Sie wollten unbedingt einen Early-Morning-Dive durchführen. Ihren Erzählungen zufolge muss dieser richtig toll gewesen sein.
Der 1.Tauchgang an diesem Tag verlief durch eine Fehleinschätzung unseres Guides nicht nach unserem Sinn. Wir mussten heftig gegen die Strömung angehen bis es uns zu blöd wurde und wir uns einfach treiben ließen. Boje setzen und abholen lassen waren das Ergebnis. Der 2.Tauchgang des Tages war dagegen wieder richtig schön. Wir waren dann auch recht früh wieder zurück an der Basis und so konnten Jan, Helmut und Janko noch einen Nacht-Tauchgang anhängen.
Für Janko war es der erste Nachttauchgang und er war begeistert. Zumal er auch gleich einen Lobster (Hummer) zu sehen bekam. Auch für Jan und Helmut war die Unterwasserwelt zur Nachtzeit wieder ein interessantes Erlebnis.
Am Abend wurde ein arabisches Abendessen am Pool serviert. Wie auch die Tage zuvor, machten wird es uns zum Ausklang im Beduinenzelt bequem.

Mi, 08.10.2008

Unser letzter Urlaubstag brach an. Alle wollten nach den Anstrengungen der letzten Tage einfach mal nur ausschlafen. Doch seltsam war es schon, nach und nach erschienen alle etwa zur selben Zeit zum Frühstück.
Während die einen am Strand und an der Basis faulenzten, machten Jan, Steffen und Janko ihren letzten Tauchgang am Hausriff. Dieser muss ihren Erzählungen nach gigantisch gewesen sein. Sehr viele Fische, und Jan träumt heute noch von der Situation als er plötzlich am falschen Platz war. Er wurde von Makrelen „rüde angerempelt“. Er versuchte einen riesigen Schwarm Gelbflossen-Barakudas zu fotografieren als dieser von Makrelen aufgescheucht wurde. Ergebnis: Das Bild, total verwackelt, drei Fische.
Den Rest des Tages verbrachten wir dann mit auschecken an der Basis und ein wenig am Strand ruhen.

Do, 09.10.2008

Heute war leider alles vorbei. Die Heimreise stand an.

Den Vormittag verbrachten wir mit Koffer packen und schwelgten in Erinnerungen der vergangenen Tage. Die Logbucheinträge wurden vervollständigt und dann warteten wir auf den Abholdienst. Jan und Steffen hatten es super erwischt. 1 Bus, 1 Begleiter und Sie beide allein mit einem gefüllten Kühlschrank, während sich die restliche Gruppe in 2 weiteren Bussen die Plätze mit anderen Urlaubern teilen musste.
Der Abflug erfolgte um 18.30Uhr. Die Zeit bis dahin vertrieben wir uns am Flughafen mit essen und shopen. In Stuttgart angekommen sind wir erst um Mitternacht.

Der Urlaub hat, wie ich glaube, allen Spaß gemacht und wir hatten  viel zu lachen.
Bis zur letzten Minute haben wir unsere Urlaub genießen können.